Mittwoch, 11. April 2012

Im Kanton Graubünden steppt der Bär. M13 im Unterengadin

Nun ist es also wieder einmal soweit. Über die "grüne Grenze" ist erneut ein Bär aus dem Italienischen Trentino eingewandert.
Absehbar das in kürze aus dem Braunbären ein Problembär wird.

Bereits berichtet die Schweizer Boulevardzeitung "Blick"

<<<Der Braunbär treibt im Unterengadin sein Unwesen: M13 knackt Bienenhäuser, erschreckt Touristen und erstaunt Einheimische.>>>

 

Leider scheint als sei das Schicksal seiner Artgenossen JJ1 und JJ3 nicht bis zu M13 durchgedrungen.
Ebenfalls aus Italien eingewandert, wurde JJ3 alias Bruno 2006 auf der Kümpflalm in Bayern erlegt.
Schon bald nach seiner "Einreise" wurde Bruno zum Problembär.
Der damalige Bayrische Ministerpräsident Edmund Stoiber äusserte sich dazu in einer denkwürdigen Rede:
Eigentlich freue man sich ja über einen Bären in Bayern - zumindest wenn es ein normaler Bär sei, "Der sich normal verhaltende Bär lebt im Wald, geht niemals raus und reisst vielleicht ein bis zwei Schafe im Jahr."
Leider hielt sich Bruno nicht an die staatlich verordnete Jagdquote. "Wir haben dann einen Unterschied zwischen dem (sich) normal verhaltenden Bär, dem Schadbär und dem Problembär", erläuterte Stoiber. Und Bruno, ääh, "es ist ganz klar, dass dieser Bär ein Problembär ist".
Die Bayrische Regierung gab Bruno zum Abschuss frei. Der erste Bär in Bayern seit 170 Jahren wurde am 26.Juni 2006 nach vorangegangener wochenlanger Jagd erlegt.

Nicht anders erging es JJ3 im Kanton Graubünden. Dieser wurde zwei Jahre später, am 14. April 2008 im Raum Mittelbünden erschossen.
JJ3 wurde sogar vom Problembär zum Risikobär ernannt. Bereits im Herbst 2007 und nach einer kurzen Winterruhe streifte der Risikobär durch die Grossregion Lenzerheide, Albulatal, Savognin und suchte seine Nahrung vornehmlich in der Nähe von Siedlungen.
Vor dem Abschuss versuchten die Behörden erfolglos den Bären mittels Gummischrot und Knallpetarden zu vergrämen. Leider erfolglos.
Nach Absprache mit den Italienischen Behörden kam man zum Schluss das ein einfangen und einsperren eines wilden Bären keine Option sei.

JJ3 und JJ1 "Bruno" stammten im übrigen aus einer regelrechten Problemfamilie. Schon ihre Mutter "Jurka" musste in Italien eingefangen werden, weil sie sich nachweislich nicht an die von Dr. Edmund Stoiber verordneten Verhaltensregeln für Bären hielt. 

 "Der sich normal verhaltende Bär lebt im Wald, geht niemals raus und reisst vielleicht ein bis zwei Schafe im Jahr." 


 

Montag, 27. Februar 2012

Soziale Netzwerke oder jeden kennt jeden.. irgendwie

Schon einmal etwas von der "Bacon Zahl" gehört?
Die "Bacon Zahl" ist benannt nach dem  Schauspieler Kevon Bacon. Die "Bacon Zahl", abgekürzt KBZ ist der Versuch das von Stanley Milgram entdeckte Kleine Welt Phänomen (small world phenomen) einfach darzustellen.

Gerade in der heutigen Zeit der sozialen Vernetzung durch Facebook, Xing, Google+ und wie sie alle heissen, wird das von Milgram 1967 beschriebene Phänomen aktueller denn je.
Milgram stellte die Theorie auf, wonach jeder Mensch auf der Welt mit jedem anderen in einer erstaunlich kurzen Strecke von gemeinsamen Bekannten verbunden ist. In einem Experiment an der Harvard Universität versuchte er seine Theorie zu beweisen. Er beauftragte dazu 60 zufällig ausgewählte Personen, ein Paket an eine bestimmte Person in Boston zu senden.
Die 60 Personen hatten dabei den Auftrag, das Paket nicht direkt an die Zielperson zu senden, sofern sie mit dieser nicht direkt bekannt waren. Vielmehr bestand der Auftrag darin, das Paket an eine ihnen direkt bekannte Person zu senden, von welcher sie vermuteten, das diese die Zielperson kennen könnte.
Insgesamt erreichten drei Pakete den Empfänger über durchschnittlich 6 Stationen. Milgram zog daraus den Schluss das jeder Einwohner der USA durchschnittlich über sechs Personen erreicht werden kann.
Das Experiment und seine Schlussfolgerungen sind umstritten. Gerade die relativ kleine Zahl der erfolgreichen Zustellungen schmälern die Beweiskraft der von Milgram gezogenen Schlussfolgerungen.
Ebenfalls zu wenig Beachtung schenkte Milgram nach Meinung seiner Kritiker der Problematik der Rassenbarrieren.
Ein weiterer Versuch 1970 zeigte auf, das von 270 an afroamerikanische Zielpersonen adressierte Pakete, lediglich 13% ihr Ziel erreichten. Bei 270 an "weisse" Zielpersonen adressierten Pakete betrug die Erfolgsquote jedoch bereits 33%.

Aber zurück zu der Bacon Zahl. Die KBZ beschreibt die Länge der Verbindungen von Schauspielern, welche gemeinsam mit Kevin Bacon in einem Film zu sehen sind.
Kevin Bacon erhält dabei logischerweise die KBZ0. Schauspieler welche im selben Film mitspielen die KBZ1.
Ein Schauspieler welcher mit einem solchen Schauspieler in einem Film mitwirkt, jedoch nicht mit Kevin Bacon, erhält die KBZ2. Laut dem " The Oracle of Bacon at Virginia" soll die grösste KBZ den Wert 8 haben.

Auf Facebook oder andere soziale Netzwerke bezogen, pflückt man sich wahllos eine Person aus dem Netzwerk heraus, zeigt sich schnell, das der direkteste Weg zu dieser Person selten über mehr als 5 Stationen geht.
Am einfachsten lässt sich diese Phänomen übrigens in Xing beobachten.

Sie, die sie nun diesen Blog lesen, können nun also davon ausgehen, wer immer sie auch sein mögen, das ich jemanden kenne der jemanden kennt der jemanden kennt der sie ebenfalls kennt.

Montag, 13. Februar 2012

Zur Erinnerung an Dan Boemle (7. Nov.1960 in Bern; † 21. Feb.2007 )

Am 21. Februar jährt sich der Todestag von Daniel Christian Manuel Boemle bereits zum fünften Mal.

Wer erinnert sich nicht gerne an die markante Stimme des DRS3 Moderatoren (1988 bis 1994)


Ich lernte Dan Boemle oder "sleepy Dan" wie er auch genannt wurde, an einem Wintertag auf dem  Crap Sogn Gion ob Flims kennen.
Wir hatten damals mit der Band "Terry & the Hot Sox einen Auftritt im Bergrestaurant auf dem "Crap".
"sleepy Dan" war damals als Moderator und DJ am selben Event engagiert.
Man war sich sympathisch und schnell entwickelten sich interessante und unterhaltsame Gespräche über Musik, Bands und Erlebnisse an Konzerten.


Ich erinnere mich daran wie Dan darüber sprach, das ihm oft der direkte Bezug zum Publikum bei seinen Moderationen im Radio fehle und er deswegen eine Kerze im Studio entzündete um quasi das Publikum draussen zu symbolisieren.

Für mich war zu dieser Zeit Dan Boemle DRS3 und DRS3 war Dan Boemle.
Zusammen mit Francois Mürner wohl die prägenden Stimmen von DRS3.

Später begegnete ich Dan in diversen Basler Clubs in welchen er als DJ hauptsächlich Funk auflegte.
Neben seiner Tätigkeit bei DRS3 und als DJ, betätigte sich Dan Boemle auch als Sänger, Autor, Kulturvermitler und Maler. (Quelle Wikipedia)

Dan Boemle starb am 21. Februar 2007, im Alter von 46 Jahren im Neuenburgischen Les Ponts-de-Martel, wo er seit 2003 lebte.

Quellen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Daniel_Boemle
http://www.editionovembre.ch/start.html
http://www.machata.ch/

Donnerstag, 25. August 2011

Gedanken zum Abgang des Apple Chefs Steve Jobs


"Blick" hat heute fünf Fragen und Antworten zum Abgang von Steve Jobs. 
(hier gehts zum Artikel)

Gerne veröffentliche ich hier nun meine Fragen betreffend diesem Abgang mit der Bitte um Antworten:
1. Läuft mein I-Phone auch nach dem Abgang von Steve oder muss Ich mir nun ein Android kaufen?
2. Wer leert nun allabendlich die Abfalleimer in der Apple Firmenzentrale wo Steve nicht mehr CEO ist?
3. Tim Cook der bisherige Stv, neuer CEO bei Apple, ist angeblich Schwul... wird das kommende I-Phone 5 nun nur noch in zart rosa erhältlich sein?
4. Da seit Bekanntgabe des Rücktritts von Stve Jobs die Apple Aktie zur Talfahrt angesetzt hat ist im weiteren mit einer zusätzlich verschärften Euro Krise zu rechnen?
5. Falls ich zu allen vorherigen Fragen auch Antworten erhalte, macht mich dies zu einem glücklicheren Menschen?

Freitag, 12. August 2011

"nobis capito" oder der Bambini Code

wer beim Begriff Bambini Code sofort an Kleinkinder und ihre nonverbale Ausdrucksweise denkt, hat "nobis capito"
Ebenfalls ist auf dem Holzweg wer sich an verwendete Ausdrücke bei den "Pfadern" oder den "Wölfli" zu erinnern glaubt.
Beim Bambini Code handelt es sich um ein Relikt der Schweizerischen Militärfluggeschichte.

Der Bambini Code entstand in der Zeit um den WWII und umfasst ca 500 Wörter.
Gesucht wurde ursprünglich eine klar verständliche Funksprache welche die mangelnde Qualität der Funkverbindungen ausgleicht.
Eine Verschlüsselung der Sprache wie damals von anderen Streitkräften angestrebt, stand damals nicht im Vordergrund.

Mit der Anschaffung der F/A18 und den zunehmend im Ausland stattfindenden Trainnings der Schweizer Luftwaffe sah man sich jedoch immer mehr gezwungen auf den von der NATO und unseren Nachbarländern verwendeten "Brevity Code" zu wechseln.
1998 war dann endgültig Schluss mit dem "Bambini Code"


Im folgenden ein Beispiel für den Funkverkehr zu Zeiten des  "Bambini Code"

Stüzpunkt: Kempo Uno, Domanda Positione?
Staffel Leader: Kempo Uno, Positione Lago Zurigo, Mekka Uetliberg,
Stützpunkt: Capito Kempo Uno, mer händ en Condor, Atlanta Bern, direzione Fribourg. Ordine Attaco ident numero. Repetez!
Staffel Leader: Capito. Condor Atlanta Bern direzione Fribourg. Attaco ident numero.
Stützpunkt: Richtig.

Im ersten Teil des Funkverkehrs fragt der Einsatzleiter nach der Postion der Staffel.
Diese gibt ihm durch den Staffelführer bekannt, das sie sich in der Region Zürichsee, östlich (Mekka) des Üetlibergs befindet.
Die Einsatzleitung informiert nun die Staffel über ein nicht bestätigtes Flugzeug (Condor) westlich (Atlanta)von Bern. (Anstelle von Bern wurde früher auch der Begriff "Chicito" verwendet. Benannt nach der Bar Chicito im Herzen von Bern.)
Im Anschluss erteilt die Einsatzleitung dem Staffelführer den Befehl (Ordine) zu einem taktischen Manöver zum Ablesen der Flugzeug Nummer und fordert ihn auf den Befehl zu wiederholen (Repetez)



Die folgende Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit und wer will darf sehr gerne korrigieren, bzw erweitern.

Addio  Wegflug, Abgang, 
ALA  Landeklappen
Alarme  Alarm
Altezza  Flughöhe in Hektometer ü. M. 
Alto  oben
Angeli  eigene Flugzeuge
Atlanta  West, westlich
Attaco ident numero  Taktischer Angriff zum Ablesen der Flz Nr.
Attaco ident Timonella  Taktischer Angriff um ein Flz zur Landung zu führen
Attaco Siwa  Sidewinder-Angriff
Attendez  warten
Attendez campo  warten über dem Flugplatz
Attendez circus  warten auf der Platzvolte
Avanti  Beginn Angriff / Angriffskurve
Aviso  Meldung / Information
Bambini  an alle im Verband mitfliegenden
Basis  Landekurve
Basso  unten
Bello  eigene, ungefährlich
Bibi  Jagdflugzeug
Bingo  Treibstoff-Reststand ohne Kampfreserve1.6
Camille  Treibstoffreststand1000 lbs/l
Camini  plus takt Kampfreserve2.0
Campari  Brennstoff
Campo  Flugplatz, Stützpunkt
Capito  Verstanden
Carello  Fahrwerk
Casino  eigener Stützpunkt
Circus  Flugplatzvolte
Clearance  Freigabe / Bewilligung
Colonna  Kolonne
Color  Landescheinwerfer
Condor  unbest. Flugzeug
Conditione  Wetterbedingungen
Contra  Gegengerade
Corso  Kompaskurs
Demitour  Umkehrkurve
Descenze  sinken/ sinkend
Diaboli  feindliche Flugzeuge
Diana  bin optisch gebunden, verlieresonst Feind aus den Augen
Direzione  Flugrichtung
Distanz  Distanz
Domanda  Anfrage
Doppelpatrouille  Viererverband
Esbebe (SBB)  Warteraum, CAP
Etage  Stufung
Etage Horizont  Abstand der Flugebene
Finale  Endanflug
Finito  Ende des Funkverkehrs, Ende, beendet
Formazione  Verband, Formation
Formazione fix  Seite fest
Formazione grande  weite Formation
Formazione picco   enge Formation
Formazione separate  getrennter Verband
Formazione speziale  Patrouillenflug 20-50m dist.
Formazione vista  geschlossener Verband
Galopp  verfolgen
Gardez  achten sie auf, beobachten
Gleitweg  Gleitweg
Grazie  ich übernehme, weitere Ustü nicht nötig
Ident  Identifikation
In coperta  in Deckung, Tarnung
Inferno  Regen
Information  Fluginformationsdienst
In posizione  in Stellung
In siesta  in Ruhe
Jabo  Erdkampfflugzeug
Kontakt  Bodensicht, aber noch nicht unter den Wolken, Sichtkontakt
Lago  See, Wasser
Libero  nicht belegt / frei
Lili  links
Lilitour  Wendung 90° links
Linea  Patr. Formation in Linie D1500-2500m
Livello  Flugfläche in Hm/M
Marconi uno  Funkgerät Nr.1
Meile  naut. Meile 1.852 Km
Mekka  Osten/östlich
Meteo  Wetter
Missione  Auftrag
Montare  steigen
Montare Pece  Steigflug Nachbrenner maxi
Montare sec  Steigflug Vollgas
Nobis  nein
Nobis capito  nicht verstanden
Norwega  Nord, nördlich
Numero  Landenummer
Nuvolari  in den Wolken
OK  ja, verstanden
Ordine  Befehl
Partenza  Start, starten, Abflug
Patrouille  einzelne Fl Patr (2 Flz)
Pece  Nachbrenner
Piano  langsam, langsamer
Piccolo  wenig, klein
Positione  Standort
Possibile   wahrscheinlich
Positione Partenza  Standort
Pressione  Geschwindigkeit
Presto  schnell, schneller
Pronto  bereit
Rendezvous  Besammlung
Repartenza  durchstarten
Repetez  wiederholen der Meldung
Rera  rechts
Reratour  Wendung 90° rechts
Reravolte  Rechtsvolte
Reverse  Kurvenwechsel
Riposo  landen
Riposo direkt  Direktanflug
Risponde  antworten
Ritorno  zurückkehren
Sec  Vollgas
Separazione  Höhenstaffelung min 600m
Silencium  Funkstille für radargeführte Flz bis terminé
Siwa  Sidewinder
Sopra  über
Stabil  keine wesendliche Änderung
Stabilo  hinten
Standard Altimeter  Standarddruck 1013,2mb
Stanz  Distanz
Stuka  Sturzflugbremsen
Subito  sofort
Taxi  rollen
Timonella  Aufforderung zur Landung
Tiralto  Hochziehbefehl
Touchez Repartenza  aufsetzen und durchstarten
Turn  kurven, drehen
Überschiessen  Gegner kann nicht verfolgt werden, Angriff abgebrochen

(zu grosse geschw.) Beschleunigung, Angriffswinkel etc.
Vado(Li/Re/Alto/Basso)  Ich gehe nach…
Vista  Sicht, Sichtkontakt

Montag, 8. August 2011

defekte Computer Grafikkarte im Backofen repariert !!

Ich weiss, dieser Titel liest sich als handle es sich um einen April Scherz.
Zumindest mir kam die Geschichte seltsam vor als ich zum ersten Mal davon hörte.

Doch so abenteuerlich sich das ganze anhört, es funktioniert!

Kürzlich rief mich mein Vater, ein leidenschaftlicher MS Flugsimulator Pilot an, sein Computer streike.
Er liesse sich zwar noch starten, aber auf dem Bildschirm seien Hieroglyphen und seltsame Verzerrungen des Bildes zu sehen. So die "selbst Diagnose" des Interessierten Anwenders.

Beim ersten Augenschein vor Ort zeigt sich folgender Fehler:

Schnell war klar, das es sich dabei um ein Problem der Grafikkarte handelt.
Dazu muss man wissen das die Flugsimulation von Microsoft, hohe Anforderungen an die Hardware eines Computers stellt, soll denn die Simulation ohne "ruckeln und zuckeln" und mit der bestmöglichen Detailtiefe angezeigt werden.

(Infos zum Flugsimulator von Microsoft gibt es hier)

Aber nun zum eigentlichen Problem, der defekten Grafikkarte. Die Vorstellung eine neue Grafikkarte passend zum Flugsimulator zu kaufen, löst ein verständliches Unbehagen in der Magengegend aus. Solche Karten können schnell mal ins Geld gehen. Ebenfalls stellt sich dem geplagten Computer Besitzer die Frage, ob denn die noch funktionierenden Hardware Komponenten mit den neusten Karten kompatibel sind.
An diesem Punkt kommt nun der heimische Backofen und die Erinnerung an die doch eher zweifelhafte Geschichte des "Grafikkarten Gesund backen's" zum Zuge. Wie gesagt, diese Geschichte geistert seit geraumer Zeit durchs Internet. Die meisten Einträge berichten darüber, das ein Freund eines Freundes jemanden kennt, der das erfolgreich getestet habe. Kann man diesen Geschichten Glauben schenken? Zumindest ein Versuch wäre es wert.

Der Computer war zwischenzeitlich beim Fachhändler Computer Repair Zahner und Schmid AG zum wechseln der Grafikkarte. Mein Anruf stiess erwartungsgemäss nicht gerade auf offene Ohren. Zu abenteuerlich mein Lösungsvorschlag. Einige Mails und Telefonate später versicherte mir dann einer der Techniker, er wolle es mal versuchen. Nicht ohne die zynische Frage zu stellen, ob er sie allenfalls auch gleich "frittieren" solle, falls backen alleine nicht zum gewünschten Erfolg führen würde.

Immerhin konnte ich den Firmeninhaber dazu überreden, das ganze auf meinen Wunsch hin zu testen. Die Grafikkarte kam also bei 110 Grad Celsius für 30 Minuten in den Ofen. Bitte fragt mich jetzt nicht nach Details wie, in welcher Rille das Blech im Ofen war und ob bei Unter-, Unter und Oberhitze oder nur bei Oberhitze. Jedenfalls machte die Grafikkarte nach Ablauf der 30 Minuten den Platz im Backofen wieder frei für "Chäschüechli" und Konsorten.
Nach dem vollständigen Auskühlen wurde Der Lüfter wieder auf der Karte montiert und die Karte wieder im selben Slot im Computer montiert. Bereits beim booten des Rechners war klar, der Fehler war weg.
Natürlich wurde der Rechner geflissentlich und Branchen üblich einem mehrstündigen "burn in" Test unterzogen, dabei werden Hardwarekomponenten des Rechners auf Performance und Ausfallsicherheit getestet. (siehe auch)

Zwischenzeitlich sind vier Wochen vergangen. Auch wenn ich keine Erklärung dafür habe, die GeForce funktioniert wieder Tadellos.



Dienstag, 12. Juli 2011

Unterwegs auf der Route du Soleil

Und wieder ist in der Zeitung mit den grossen Buchstaben eine Geschichte über ausgeraubte Urlauber auf dem Weg ins Ferien Paradies zu lesen.

Familie auf Autobahn ausgeraubt

Wer jetzt denkt "selber schuld, so etwas passiert mir nicht" sei gewarnt.
Doch doch... genau sie, der sie jetzt diese Zeilen lesen, könnten eines der nächsten Opfer sein.
Schon bald könnten auch sie, nur in Unterwäsche bekleidet, auf die Polizeistreife warten.
Ich weiss.. sie halten das jetzt für übertrieben.. schmunzeln vielleicht sogar ein wenig bei der Vorstellung der Szene vor ihrem geistigen Auge.
Aber diese Geschichte ist kein wenig übertrieben.
Ein mir persönlich bekannter Busfahrer, unterwegs auf eben dieser Route du Soleil, dachte wohl auch, das solche Dinge immer nur den anderen passieren. Dazu gezwungen seine Ruhepausen einzuhalten,(ARV), hat er sich mal kurz ein ruhiges Plätzchen auf einer belebten Raststätte gesucht.

Soweit kein Problem, der Bus war ja leer, also keine Passagiere auf die es galt Rücksicht zu nehmen.
Flugs die Türen geschlossen, Zündung aus, raus aus den Kleidern und ein paar Stunden Schlaf.
Dumm nur das während die einen schlafen, andere wiederum hellwach sind.
Jedes Fahrzeug  verfügt im Bereich der Türen über Gummidichtungen. Es ist ein leichtes, genau durch diese Gummidichtungen "Gasförmige Substanzen mittels eines Röhrchens in den Innenraum zu führen".
Soweit die förmliche, technische Abhandlung des nächtlichen Treibens. Für unseren Busfahrer hatte dies zur Folge das aus den wenigen Stunden welche er zu schlafen gedachte, insgesamt über acht Stunden wurden.
Laut seinen Erzählungen war das Erwachen in etwa wie nach einer "durchzechten" Nacht. Kopfschmerzen inklusive.
Erstaunt über seinen Zustand, dämmerte ihm aber bald, das da etwas nicht stimmen konnte. Seine Kleider welche er fein säuberlich über die Sitzreihe gelegt hatte fehlten. Noch mehr aber erstaunte ihn der Umstand das am Bus die Türen offen standen.
Klar also, er wurde ausgeraubt, klar auch, die Täter hatten Gas eingesetzt und ja, die wussten wie man von aussen ohne Schlüssel Türen öffnet. Bei den meisten Fahrzeugen übrigens einfacher als man gemein hin vermutet. Was nun? Handy, Brieftasche, Hemd, Hose, alles weg.
Schlüssel waren noch da, also los zum nächsten Polizeiposten.
Sicherlich kein besonders tolles Gefühl in Unterwäsche in einen Polizeiposten zu spazieren.
Wie mir der Busfahrer berichtete war die Polizei auch entsprechend amüsiert über seinen Aufzug... aber keineswegs hilfsbereit!!
Anzeige erstattet, aber immer noch in Unterwäsche und ohne Geld, hat der Busfahrer dann die weitere Heimreise unter die Räder genommen. 
Ein Einzelfall sagen sie?
Ich kenne weitere Personen im direkten Umfeld, welche alle das selbe erlebt haben.
Mit dem Wohnwagen oder Wohnmobil unterwegs, angehalten um ein paar Stunden zu schlafen, mit Gas betäubt und ausgeraubt.Im übrigen gibt es viele Berichte von Urlaubern, welche durch andere Fahrzeuglenker darauf aufmerksam gemacht wurden das sie anscheinend einen platten Reifen am Fahrzeug hätten. Auch wurde freundlich und hilfsbereit auf dem Pannenstreifen angehalten.
Wer jedoch dieser Warnung Glauben schenkte, musste gezwungenermassen in den folgenden Tagen den Gürtel etwas enger schnallen und auf die eine oder andere Ausgabe im Rahmen des Urlaubs verzichten.

In diesem Sinne schöne Sommerferien :-)